Gruppenanalytisches Institut GIGOS

 

Veröffentlichungen von Mitgliedern des GIGOS-Teams:

  

A) Publikationshinweise:

Veröffentlichungen zu Gruppenanalyse und Organisationsberatung/Supervision - Auswahl

Moré, A. (2015): "Ausschließlich im Dienste der Individualität und freien Entwicklung des Menschen". Demokratische Intentionen der Foulkes'schen Gruppenanalyse. In: Waldhoff, H.-P., Morgenroth, C., Moré, A. & Kopel, M. (Hg.): Wo denken wir hin? Lebensthemen, Zivilisationsprozesse, demokratische Verantwortung. Gießen, PSV, S. 173-196.

Moré, A. (2013):Die inneren Gruppen in der Gruppe. Zur Bedeutung transgenerationaler Übertragungen für das Konzept der Gruppen-Matrix. In: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 49, 252-276.

Moré, A. (2012): Geschlechtsspezifische Aspekte der Gruppenanalyse. In: SGAZette Nr. 27, S. 7-14 und in: gruppenanalyse 23/2013, 83-98.

Moré, A.  (2009): Transgenerationale Übertragungen im Gruppenprozess. In: Maschwitz, R. u.a. (Hg) Die Kunst der Mehrstimmigkeit. Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten. Gießen, PSV, S. 151-160.

Moré, A. (2009): Die zivilisierende Wirkung von Gruppen. Eine sozialpsychologische Sicht. In: Maschwitz, R. u.a. (Hg) Die Kunst der Mehrstimmigkeit. Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten. Gießen, PSV, S. 279-285.

Morgenroth, C. (2010): Die dritte Chance. Therapie und Gesundung von jugendlichen Drogenabhängigen. Wiesbaden, VS Verl. für Sozialwissenschaften.

Morgenroth, C. (2001): Zur Untersuchung unbewusster Gruppenprozesse. Über die kollektive Dimension innerer Vergesellschaftungsformen. In: Hannoversche Schriften 4. Frankfurt am Main.

Reuleaux, N. mit U. Herrmann (2015): Ein gruppenanalytischer Blick auf wissenschaftliche Prozesse. Eine Würdigung des überfachlichen Doktorandenkolloquiums von Hans-Peter Waldhoff. In: Waldhoff, H.-P., Morgenroth, C., Moré, A. & Kopel, M. (Hg.): Wo denken wir hin? Lebensthemen, Zivilisationsprozesse, demokratische Verantwortung. Gießen, PSV, S. 131-140.

Reuleaux, N. (2009): Traumatransmissionen bei Opfern und Tätern des Nationalsozialismus? Erinnerungen an einen Workshop und Überlegungen zur intergenerativ vermittelten Destruktivität. In: Maschwitz, R. u.a. (Hg) Die Kunst der Mehrstimmigkeit. Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten. Gießen, PSV, S. 161-170.

Reuleaux, N. (2006): Nationalsozialistische Täter. Die intergenerative Wirkungsmacht des malignen Narzissmus. Gießen, PSV.

Waldhoff, H.-P. (2007a): Unthinking the Closed Personality: Norbert Elias, Group Analysis and Unconscious Processes in a Research Group: Part I. In: Group Analysis: The International Journal of Group-Analytic Psychotherapy, Vol.40(3): 323-343, September 2007

Waldhoff, H.-P. (2007b): Unthinking the Closed Personality: Norbert Elias, Group Analysis and Unconscious Processes in a Research Group: Part II. In: Group Analysis: The International Journal of Group-Analytic Psychotherapy, Vol.40(4): 478-506, December 2007. Vgl. http://www.groupanalyticsociety.co.uk

Waldhoff, H.-P. (2009): Abspaltende oder integrierende Zivilisierung von Konflikten? Ein Prozessmodell auf mehreren Ebenen. In: R. Maschwitz, C.F. Müller, H.-P. Waldhoff (Hg) Die Kunst der Mehrstimmigkeit. Gruppenanalyse als Modell für die Zivilisierung von Konflikten. Gießen, PSV, S. 253-277. 

Waldhoff, H.-P. (2009): Verhängnisvolle Spaltungen. Versuche zur Zivilisierung wissenschaftlichen Wissens. Weilerswist, Velbrueck

Waldhoff, H.-P., (2012): Review Essay: ‘Unconscious memories’: a case study of psychoanalytic concept formation, in:  Figurations, Issue No.37 July 2012. (Über Norbert Elias, Au delà de Freud: Sociologie, Psychologie, Psychanalyse, Paris, 2010)

Waldhoff, H.-P. mit Kimil, A. & Salaman, R. (2013): Wer versteht schon diese Familien? Ressourcen und Schwierigkeiten von Migrantinnen und ihren Familien im Kontext von Beratung und Therapie. In: Zeitschrift für systemische Beratung und Therapie 2.

 

 

Vernetzung mit anderen Instituten und Organisationen:

 

Das Team von GIGOS pflegt einen intensiven fachlich-wissenschaftlichen Austausch mit Fachkolleginnen und Fachkollegen im Bereich der Gruppenanalyse, Supervision sowie der Sozialwissenschaften und Psychoanalyse.

 

Besonders engen Kontakt haben wir zu folgenden Instituten und Organisationen:

Institut für Gruppenanalyse IGA Heidelberg > www.gruppenanalyse-heidelberg.de.

Seminar für Gruppenanalyse Zürich SGAZ    > www.sgaz.ch.

Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie

> www.d3g.org.

 

 

Zur Vernetzung auf dem Gebiet der Gruppenanalyse siehe auch:

www.gruppen-analyse.de = Homepage von Nneka Chidolue-Hoppe, Mühlheim am Main.

 

 

Für Inhalte auf Seiten der angegebenen Links übernehmen wir keine Haftung (s. Impressum).

Hans-Peter Waldhoff

 

Soziologische Zivilisationstheorie und Gruppenanalyse:

Chronos und Kairos im beschreibbaren Leben wie im lebendigen Beschreiben1

 

1. Chronos und Kairos

Es gibt ganz verschiedene Denkhaltungen. So kann ich an meinem Computer sitzen und an diesem Vortrag schreiben. Oder ich kann, wenn der Arbeitsprozess stockt, an der Limmat entlanggehen und auf den Fluss schauen. Sitzen und Schreiben, oder Gehen und Fliessen. Beim ersten Vorgang stelle ich mich körperlich still und konzentriere mich auf das chronologische Ordnen sprachlicher Symbole zu einem Text. Das Gehen und Fliessen gibt mir auch sinnlich ein Gefühl für Prozessualität, für die Ordnung des Nacheinander.

Darüber hinaus aber mag der schnelle Schritt, die frische Luft, das Glitzern der Sonne im Fluß, für einen Augenblick die Strenge des Chronos, des Denkens in textlicher Chronologie, gewissermaßen transzendieren in einen geglückten oder gar glücklichen Moment, in den rechten Augenblick des Kairos der griechischen Mythologie, des zweiten Gesichtes der Zeit. Dieser Augenblick kann mit einem Wimpernschlag den Gedanken hervorbringen, oder die Ordnung der Gedanken, die zuvor noch nicht zur Verfügung stand.