Gruppenanalytisches Institut GIGOS

hans peter waldhoffHans-Peter Waldhoff hat Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialpsychologie in Göttingen, Paris, Bielefeld und Hannover studiert und in Soziologie promoviert und habilitiert.

 

Er hat in diesen Fächern und in Geschichte eine weit gefächerte Lehrerfahrung an Schulen, Volkshochschulen, Fachhochschulen, Polizei-akademien und Universitäten in Hannover, Berlin, Freiburg, Zug und Luzern erworben. Weitere Habilitation in Sozialpsychologie an der Leibniz Universität Hannover.

 

 

 

Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Publikationen in den Bereichen Zivilisationstheorie, Wissenssoziologie, Türkeistudien, Migration, Interkulturelle Kommunikation, Raumplanung und Gruppenanalyse. Drittmittelforschung über türkische Intellektuelle in Deutschland und die Geschichte der deutschen Raumplanung.


Zusatzausbildungen als Gruppentherapeut in Zürich (SGAZ), zertifiziert durch das London Institute of Group Analysis, und gruppenanalytischer Supervisor in Heidelberg, mit Schwerpunkten in Gruppendynamik und Gruppentherapie.  Heilpraktiker Psychotherapie. Langjährige Leitung einer fächerübergreifenden gruppenanalytischen Selbsthilfegruppe für Doktoranden.


Organisation internationaler Tagungen in Hannover, Istanbul, Mersin, Adana und Zürich. Zeitweise wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter eines Bundestagsabgeordneten in Berlin; Tätigkeitsschwerpunkte: Rechtsextremismus, Migration, Deutsch-Indische Beziehungen und Innere Sicherheit. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ethno-Medizinischen Zentrums in Hannover.
Sehr gute mündliche und schriftliche Englisch- und Französischkenntnisse.


Angebote

 

Ein Angebot für Paare zum Innehalten und Näherkommen:
DIE ALTE BINDUNG WIEDERENTDECKEN UND NEU BELEBEN

Es gibt bestimmte Themen, die in den meisten Partnerschaften zu Problemen führen. Sie haben z.B. mit Abhängigkeit und Freiheit, Nähe und Distanz oder unterschiedlichen Strategien zur Alltagsbewältigung zu tun, die wechselseitig Angst machen.

Häufig führen ungelöste Probleme zum Schweigen (zumindest über dieses Thema). Es kann zu Distanz in bestimmten Bereichen und zu Entfremdung kommen. Die Bindung lockert sich, und das Wertvolle wird von den ungelösten Problemen überschattet.
Durch themenzentrierte, therapeutisch ausgerichtete Selbsterfahrungsseminare für Paare wollen wir dazu anregen, das Schweigen zu überwinden und die alte Bindung zu erneuern.

Diese Veranstaltungen sind ebenso für Menschen gedacht, die dem Wachstum ihrer Beziehung Raum geben wollen wie auch als Begleitung und Ergänzung zu einer fortlaufenden Therapie.

Themen können sein:
Beziehungsfallen
Sexuelle Identität
Wir und die Kinder (auch die nicht geborenen)
Zukunft unserer Beziehung

jeweils von 17.00 bis 22.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Paare begrenzt.
Selbstverständlich besteht die Möglichkeit zur Paartherapie auch im klassischen Setting (Sitzungsdauer 90 Minuten, 14-tägig

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff



ETHISCHE PROBLEME BERUFLICHEN HANDELNS

Im Beruf vollzieht sich ethisches Handeln in unterschiedlichen
Spannungsfeldern, zwischen individuellen und allgemeinen Wertorientierungen, zwischen Gruppen und Organisationen und unterschiedlichen Kulturen ebenso wie zwischen Organisation und Umweltbedingungen.
Diese Veranstaltung sensibilisiert für das Erkennen von und den Umgang mit Konflikten, die aus diesen Spannungen erwachsen.
Durch die Bewusstmachung persönlicher Werte und Normen wird Bewusstheit für Beurteilungsprozesse und Urteilsfindung erreicht, es geht um die Ausbildung von kritischem Urteilsvermögen. Ziel ist das Erreichen einer persönlich verantwortbaren ethischen Haltung. Sie zeigt sich u.a. in einer Bewusstheit für gegenwärtige und zukünftige Konfliktsituationen.

Die Vermittlung traditioneller ethischer Grundpositionen durch Impulsreferate sowie die berufsbezogene Fallanalyse wird im Seminar ebenso Raum haben wie Selbsterfahrung im szenischen Spiel zur Prüfung und ev. zur Veränderung der eigenen ethischen Grundposition.

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff.

Nähere Informationen werden auf Anfrage gern mitgeteilt


DAS MORALISCHE DILEMMA IN MEDIZINISCHEN
GRENZSITUATIONEN

In einer Welt wachsender medizintechnologischer Möglichkeiten, menschliches Leben zu wecken, zu erhalten und zu bewahren entstehen bislang unbekannte Grenzsituationen. Dadurch kommt es immer häufiger zu völlig neuartiger Beanspruchung des medizinischen, therapeutischen und/oder gerontologischen Fachpersonals. (Weiterlesen) Es treten unvorhergesehene und ungewöhnliche Entscheidungssituationen auf, die eine erhöhte gegenseitige Abhängigkeit der am Entscheidungsprozess Beteiligten zur Folge haben, aber auch die Entscheidungsfähigkeit einzelner Personen dieser Gruppe oder kleinerer Teilgruppen erfordern. Die Spannung zwischen hoher Komplexität der Gesamtsituation und notwendiger schneller Einzelentscheidung muss von der Gesamtgruppe aller Beteiligten ausgetragen und aufgefangen werden. Das sprengt oft die Arbeitsfähigkeit des Teams.

Diese häufiger werdenden Grenzsituationen bedürfen einer Dialogfähigkeit aller in das jeweilige System eingebundenen Personen (Ärzte, Pflegekräfte,
Hebammen, Therapeuten), die über das in den Ausbildungen erworbene
professionelle Kommunikationsvermögen hinausgeht. Ebenso wächst ein
Bedarf an Reflexion, Bewusstmachung, Schulung und Umsetzung alternativer Lösungen für diese neuen Herausforderungen.

Gegenstand unseres Angebotes ist es daher,
- solche Reflexionsprozesse anzustoßen und zu moderieren;
- die Entwicklung von alternativen Lösungen zu unterstützen, sowie
- die zur Realisierung notwendigen menschlichen wie professionellen
Fähigkeiten zu fördern.

Wenn Sie an einem solchen Training oder Seminar interessiert sind,
vereinbaren Sie bitte einen Termin zwecks genauer Absprachen.

Leitung: Christine Morgenroth und Hans-Peter Waldhoff